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Runflatreifen




Runflat Reifen: Der Joker bei einer Reifenpanne

Es ist wohl für jeden Autofahrer eine echte Horrorvorstellung im dichten Berufsverkehr in einer engen Baustelle mit einer Reifenpanne liegen zu bleiben. Doch das muss nicht sein, denn seit vielen Jahren gibt es eine immer besser werdende Alternative zum platten Pneu: den Runflat Reifen. Doch welche Vorteile und Nachteile bietet das Reifensystem und können die RFT-Reifen denselben Komfort bieten wie ein Standardreifen? Schon seit Ende der 1980er Jahre sind die Runflat Reifen am Markt, aber erst in jüngster Zeit scheinen immer mehr Autofahrer die Vorteile der pannensicheren Bereifung schätzen zu lernen und steigen um und nutzen somit den Joker bei einer Reifenpanne. Eine durch spezielles Gewebe und eine individuelle Gummimischung verstärkte Reifenflanke behält die Reifenform auch bei einem plötzlichen Druckabfall bei und Sie können mit verminderter Geschwindigkeit gefahrlos bis zur nächsten Werkstatt oder sicheren Möglichkeit zum Reifenwechsel weiterfahren.

Der Aufbau eines Runflat Reifens

Im Gegensatz zum Standardreifen, bei dem die Reifenflanke nur primär aus einer dünnen Gummischicht und Stahldrähten gefertigt ist, besteht die Wulst beim Notlauf-Reifen aus einer sehr starken sowie aus einer speziellen Gummimischung gefertigten Schicht. Um zu verhindern, dass sich der Reifen bei plötzlichem Druckverlust verformt, ist bei den aktuellen Runflats der mittlerweile dritten Generation meist eine neuartige Gewebeart eingewebt, die verhindert, dass sich der Pneu sehr schnell erwärmt und infolge erhöhter Wärmeentwicklung zusammenzieht. Unser Reifenexperte Timo Eisen erklärt den einzigartigen Aufbau der speziellen Reifenart so: „Runflat-Reifen sind auch dann noch verkehrstauglich wenn der Luftdruck im Inneren des Reifens fällt, zumindest für eine gewisse Strecke und bei niedriger Geschwindigkeit. Auf Grund der erheblich verstärkten Seitenwende der Runflat-Reifen, können sie das Gewicht des Fahrzeugs tragen. Die speziell konzipierten Reifenwulste verhindern, dass sich der Reifen von der Felge löst. Also das Runflat-Prinzip basiert auf einer selbstragenden verstärkten Seitenwand des Reifens. Diese verhindert im Pannenfall ein Einklemmen der Reifenseite zwischen Straße und Felge, sowie ein Abrutschen des Reifens in das Felgentiefbett, was wie gesagt das Risiko mit sich bringen würde, dass der Reifen von der Felge rutscht und man dann keinen Gummikontakt mehr zwischen Felge und Fahrbahn hat. Das ist im Grunde genommen so ganz einfach wiedergegeben, was der Runflat-Reifen ist und wie er funktioniert.

Vorteile der RFT-Reifen

Die drei Hauptvorteile der sicheren Notlauf-Reifen liegen in ihrem erhöhten Sicherheitsniveau, in ihrem guten Komfort und eben auch in ihrer platzsparenden Wirkung. Der größte Pluspunkt liegt in der Sicherheit. Sie können auch noch mit einem völlig druckentleerten Reifen weiterfahren und müssen keinen gefährlichen Reifenwechsel auf dem Standstreifen oder auf einer stark befahrenen Straße wagen. Mit maximal 80 km/h können Sie dann die Reise fortsetzen. Der plötzliche Kontrollverlust, der bei einem Reifenplatzer mit einem konventionellen Pneu nahezu sofort mit der Reifenbeschädigung eintritt, ist beim Runflat nicht gegeben. Der größere Komfort ergibt sich zum einen aus der Eigenschaft, dass Sie auch mit einem angegriffenen Reifen noch bis zur nächsten Werkstatt oder sicheren Haltebucht weiterfahren können und nicht bei strömenden Regen und auf dunkler Landstraße einen unsicheren Reifenwechsel vollziehen müssen. Zudem haben Sie im Kofferraum mehr Platz, weil ja auch das Mitführen vom Reserverad entfällt. Dieser Umstand spart wegen dem wegfallenden Gewicht auch Energie, denn weniger Reifengewicht bedeutet weniger Kraftstoffverbrauch. Allerdings wird dieser Vorteil meist gleich wieder von dem etwas höheren Gewicht der Runflats kassiert.

Gibt es auch Nachteile bei der Verwendung der Runflats?

Auch wenn die Vorteile durch den Gewinn an Sicherheit und vieles mehr deutlich überwiegen, so hat natürlich auch dieser Reifentyp ein paar kleinere Nachteile. Zum einen verschlechtern die steifen Reifenflanken den Abrollkomfort sowie die Federung des Reifens. Das kann ein fein abgestimmtes Fahrwerk durchaus beeinträchtigen und zu einer härteren Abstimmung führen. Zum anderen ist die erlaubte Reichweite je nach Reifenhersteller, Fahrzeugtyp und Beladung stark eingeschränkt und reicht meist nur bis maximal 80 Kilometer. Haben Sie es dann bis in die nächste Werkstatt geschafft, muss dort geklärt werden, ob ein vergleichbarer Runflat-Reifen vorhanden ist, denn es sollten als Ersatzreifen nur gleichwertige Reifen, am besten noch vom selben Hersteller, aufgezogen werden. Der Reifenwechsel sollte nur durch geschultes Fachpersonal vorgenommen werden, denn eine unsachgemäße Montage kann leicht zu inneren Beschädigungen am Material führen. Einen Fachbetrieb erkennen Sie beispielsweise an der wdk-Zertifizierung durch den Wirtschaftsverband der Deutschen Kautschukindustrie e.V.. Wichtig ist auch, dass die Runflats nur auf Fahrzeugen mit Reifendruckkontrollsystem (RDKS) montiert werden dürfen. Und dann ist da natürlich auch der Preis. Der liegt bei Runflat-Reifen auf Grund der speziellen Technologie und der aufwändigen Bauweise doch etwas höher als bei konventionellen Reifen. Allerdings ist das ja wiederum eine Investition in die Sicherheit und dort sollte ja eigentlich nie gespart werden.

Runflats erkennen

Wie aber nun erkennen Sie überhaupt im Handel, ob es sich um einen Reifen mit spezieller Technologie handelt? Dazu erläutert unser Reifenexperte Timo Eisen: „Also die Reifen besitzen auf der Seitenwand eine entsprechende Kennzeichnung, sprich wo ohnehin die Größe, der Hersteller, das Modell, DOT und andere Angaben des Reifens enthalten sind, ist bei diesem Reifen eine spezielle Kennzeichnung. Die ist jedoch je nach Reifenhersteller unterschiedlich. Die kann zu Beispiel ROF lauten, RFT, EMT, RCS, SSR zum Beispiel, wie das die Conti verwendet, ZP für Zero Pressure, was Pirelli jetzt einsetzt, DSST und so weiter. Oder eben halt auch ganz einfach Run On Flat. Aber es ist immer eine Sondermarkierung auf der Reifenflanke enthalten.“ All diese Markierungen und Herstellerabkürzungen sind in unserem Onlineshop enthalten und lassen Sie so leicht erkennen, dass es sich um einen Notlauf-Reifen handelt. Viele renommierte Reifenhersteller wie Michelin, Goodyear oder Continental haben Runflats im Angebot. Aber auch viele Alternativ- und Budgetmarken wie Falken, Nokian, Kumho, Hankook, Nexen oder Yokohama haben das Potential erkannt und bauen ebenfalls ihr Angebot in diesem Segment aus.

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